Projektstart "Kreative Innenstadt"
Ziel
Die Zukunft der Innenstadt – aus Sicht der ZIRP ist sie verbunden mit der Vision von der multifunktionalen, nachhaltigen und kreativen Innenstadt. Leben, Wohnen, Arbeiten, Genuss und Handel kommen zusammen, der öffentliche Raum wird von und mit allen gestaltet und genutzt. Die kreative Stadt ist seit vielen Jahren ein inhaltlicher Schwerpunkt der ZIRP, zuletzt mit der Veranstaltungsreihe und Publikation „fünf. Kreative Städte in Rheinland-Pfalz“, die das kreative Potenzial der fünf Großstädte in Rheinland-Pfalz ausgelotet haben.
Jetzt geht es uns um die Mittel- und Oberzentren in Rheinland-Pfalz und ihr kreatives Potenzial. Kultur- und Kreativwirtschaft kann ein wichtiger Frequenzbringer und belebender Faktor für die Innenstädte sein. Kultur- und Kreativwirtschaft bringt Vielfalt, wirtschaftliches Handeln vom Kleingewerbe bis zum Handwerk, Nachhaltigkeit und Regionalität in den Produkten und natürlich Kreativität.
Mit ihrem Projekt „Kreative Innenstadt“ will die ZIRP die Mittel- und Oberzentren in Rheinland-Pfalz dazu anregen, sich stärker für Kultur- und Kreativwirtschaft (K+K) zu öffnen. Wir begleiten die drei Modellkommunen Trier, Pirmasens und Andernach in der Ausgestaltung individueller Ansätze zur Einbeziehung der K+K in der Innenstadtentwicklung und leiten daraus verwertbare Erkenntnisse für andere Kommunen ab. Es geht um Strategien für Kultur- und Kreativwirtschaft in der Innenstadt, um Raum- und Finanzierungsfragen, um Partizipation der Stakeholder und der Bevölkerung. In jedem Fall geht es um das Finden und Leben eines spezifisch lokalen Profils der Kultur- und Kreativwirtschaft.
Wie gehen wir vor?
Gemeinsam mit den drei Modellkommunen, Akteur:innen und Expert:innen werden in einem Auftaktworkshop relevante Themen und Anliegen erarbeitet. Im Anschluss folgen individuelle Workshops mit den ausgewählten Modellkommunen. Ziel ist die Erstellung eines stadtspezifischen Konzepts zur Stärkung lokaler K+K in der jeweiligen Innenstadt. Mit Projektende liegt eine Dokumentation über die erarbeiteten Konzepte vor, die auch von anderen Städten und Kommunen als Umsetzungshilfe genutzt werden kann.
Kultur- und Kreativwirtschaft
Kreative Lösungen zu finden, liegt der K+K im Blut – und dieses Potential für Innenstädte zu nutzen, auf der Hand. Mit den Bereichen
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deckt die K+K ein breites Spektrum kultureller und kreativer Produkte ab. Dass diese zu einer lebendigen und zukunftsfähigen Innenstadt beitragen können, wird im Kleinen und Großen bereits deutlich. So zum Beispiel durch das Innovation Camp UMPFLASTERN, welches 2021 vonseiten der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung und des Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes veranstaltet wurde.
Auftaktworkshop und Vorgespräche
In einem Workshop besetzt mit Vertreter:innen der K+K, Stadtvertreter:innen und Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis werden die Anliegen und Themen erarbeitet, die im Zuge des Projekts relevant sind. Im Anschluss werden diese Inhalte in Vorgesprächen mit den Modellkommunen sowie der ansässigen K+K individuell abgestimmt.
Stadtspezifische Workshops mit drei Modellkommunen
Abgestimmt mit den Modellkommunen werden individuelle Workshops zu stadtspezifischen sowie K+K-spezifischen Themen durchgeführt. Den Abschluss der Workshops bildet jeweils ein Konzept, welches im Anschluss des Projekts in die Umsetzung gehen kann.
Modellkommunen
Die ZIRP orientiert sich bei der Auswahl der Modellkommunen an folgenden Kriterien :
- Die Modellkommunen verfügen über K+K unter Einbezug der o.g. Wirtschaftszweige
- Die Modellkommunen sind touristisch attraktiv
- Die Modellkommunen sind zueinander divers:
- Industriestadt/historisch geprägte Stadt
- Hochschulstandort/kein Hochschulstandort
- Zwei unterschiedliche Regionen in Rheinland-Pfalz
Methodische Unterstützung
Die Agentur kokonsult aus Frankfurt am Main, welche über Erfahrung in der Konzeption und Moderation von Stadtentwicklungsprozessen verfügt, begleitet das Projekt.
Projektzeitraum
1. Halbjahr 2022: Auswahl der Modellkommunen
2. Halbjahr 2022: Durchführung des Auftaktworkshops
2023/2024: Durchführung der stadtspezifischen Workshops
April 2025: Veröffentlichung der Projektdokumentation sowie Abschlussveranstaltung
Bei Fragen rund um das Projekt können Sie sich an die Projektleiterin Judith Drewke wenden.