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Konjunkturausblick 2018 der ZIRP

Die Stimmung der Wirtschaft ist zum Jahresbeginn nahezu euphorisch: Die Wachstumsprognosen für 2018 sind so gut wie lange nicht mehr – so die zentrale Erkenntnis beim diesjährigen Konjunkturausblick.

Die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. hatte gemeinsam mit der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH, der Deutschen Bank AG und dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) zur Veranstaltung eingeladen. Stefan Schneider, Experte der Deutsche Bank Research in Frankfurt, und Prof. Dr. Arne Niemann vom Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gaben Ausblicke darauf, was aus wirtschaftlicher und politischer Perspektive in 2018 zu erwarten ist.

„Auch wenn der Konjunkturmotor auf vollen Touren läuft, ist es wichtig, die verschiedenen Treiber gut einschätzen zu können. Die Experten unserer Veranstaltung können mit ihrer Analyse hierzu beitragen“, sagte Stefan Rinn, Gastgeber und Vorsitzender der Geschäftsführung der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH, in seinem Grußwort. Stefan Schneider, Chief International Economist and Head of Macro Trends der Deutsche Bank Research, machte zunächst deutlich, dass die deutsche Wirtschaft in 2017 um 2,2 Prozent zugelegt und sich damit bereits wesentlich besser entwickelt habe als erwartet. „Trotz Euroaufwertung und schwieriger Regierungsbildung dürfte das Wachstum im laufenden Jahr auch wieder bei etwa 2,25 Prozent liegen. Nicht zuletzt, da mittlerweile die Unternehmensinvestitionen kräftig anziehen“, so Schneider weiter. Mit Blick auf die insgesamt robuste Konjunkturentwicklung der gesamten Eurozone, deutete Schneider eine Normalisierung der Inflationsentwicklung an. „Damit dürfte die Europäische Zentralbank ihre Ankaufprogramme bis zum Jahresende auslaufen lassen.“ Allerdings, gab Schneider zu bedenken, könnte dies größere Ausschläge an den Kapitalmärkten nach sich ziehen.

Welche Auswirkungen die bevorstehenden politischen Ereignisse haben werden, ordnete Arne Niemann, Politikwissenschaftler von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, ein: „Falls es zu einer großen Koalition kommen sollte, wird das deutsch-französische Tandem in den nächsten Jahren neue Integrationsschritte in Europa anstoßen“, so Arne Niemann. Mit dem Beschluss der SPD, nun in Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU einzutreten, sei ein erster Schritt in diese Richtung gemacht.

Am jährlich stattfindenden Konjunkturausblick der ZIRP nahmen in diesem Jahr etwa 250 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil. Traditionell findet der Konjunkturausblick in den Räumlichkeiten von Boehringer Ingelheim statt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite Wirtschaft.