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Wissen. Kompetenzen. Bildung. 

In der Veranstaltungsreihe sprechen wir darüber, wie sich Lernmethoden verändern und welche Technologien, Methoden und Ansätze notwendig sind, um Wissenserwerb und Bildung flexibel, individuell und wirkungsvoll zu ermöglichen. Wir richten den Blick auf Future Skills, also was wir können und wissen sollten, und die damit verbundene Frage, wie wir uns zukünftig bilden sollten. Lebenslanges Lernen steht dabei als Schlüssel zur kontinuierlichen Anpassung an neue Anforderungen im Mittelpunkt. 

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten diskutieren wir, welche Zukunftskompetenzen in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft wichtig sein werden und welche (neuen) Wege uns zu diesen Kompetenzen führen.

Dabei beleuchten wir zwei Aspekte:

  1. Was müssen wir für eine gute Zukunft wissen und können?
  2. Wie werden sich Lernen und Bildung verändern?

Veranstaltungen der Reihe:

Die Reihe soll einen direkten Mehrwert schaffen, indem sie innovative Wissens- und Bildungsansätze vorstellt sowie bereichsübergreifende Kooperationen anregt und so dazu beiträgt, gemeinsam Lösungswege für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.

Impressionen der Veranstaltungsreihe Wissen. Kompetenzen. Bildung.

Oktober 2025 - Auftaktveranstaltung
Future Skills - Welche Kompetenzen brauchen wir für die Zukunft?
Spannender Auftakt der Veranstaltung “Future Skills – Welche Kompetenzen brauchen wir für die Zukunft?”

Was brauchen wir, um in einer komplexen und digitalen Welt handlungsfähig zu bleiben – als Einzelpersonen, als Organisationen, als Gesellschaft? Welche Kompetenzen gewinnen künftig an Bedeutung, wie müssen Lernprozesse gestaltet sein und wie gelingt der Transfer in Bildungsinstitutionen und Unternehmen?

Rund 120 Teilnehmende kamen mit uns in der MEWA Arena in Mainz zusammen, die wir für einen Nachmittag in eine „Kompetenzarena“ verwandelt haben. Damit ist am 7. Oktober 2025 der Auftakt zu unseren neuen Veranstaltungsreihe „Wissen. Kompetenzen. Bildung.“ geglückt. Im Mittelpunkt standen die Kompetenzen der Zukunft - sogenannte Future Skills - und ihre Relevanz für nachhaltige Entwicklungen in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

Ein Grußwort von Staatsministerin Dörte Schall, Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung, rahmte die Veranstaltung politisch ein und machte deutlich, dass Future Skills nicht nur ein Thema für die Bildung, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sind: 

„Viele Menschen erleben den rapiden Wandel zunehmend als Überforderung. Unsere Aufgabe in der Politik ist es, ihnen die Sicherheit zu geben, dass sie den Veränderungen nicht ausgeliefert sind, sondern sie in ihrem Sinne gestalten können. Weiterbildung und Qualifizierung sind dafür der Schlüssel. Ziel muss es sein, an die Stelle von Unsicherheit neue Perspektiven zu setzen. Mit unseren Angeboten tragen wir dazu bei, dass alle die Chance haben, an der gemeinsamen Zukunft teilzuhaben.“

In seiner Keynote beleuchtete Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers den sogenannten Future Skills Turn als notwendigen Wendepunkt, um aus dem Diskurs zur Umsetzung zu gelangen: „Future Skills sind Wissen-Plus“. Sie sind im Bewusstsein angekommen – aber noch nicht in der Wirklichkeit. Er plädierte für eine neue Zukünftebildung, die Mut, Kritikfähigkeit und Reflexion fördert – jenseits starrer Curricula: „Es ist wichtig, kreativ zu werden und Schattierungen auszuloten, um den kommenden Herausforderungen mit neuen und anderen Lösungen zu begegnen.“ 

In der Gesprächsrunde, moderiert von Lena Försch, zeigten unsere Gäste, wie vielfältig Zukunftskompetenzen gedacht und gelebt werden können:
Von digitaler Lehre über unternehmerische Praxis bis zur Rolle des Handwerks. Impulse und Perspektiven brachten Prof. Dr. Kerstin Molter, Jörn Simon, Kathrin Twiesselmann-Steigerwald, Anja Obermann und Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers ein. Themen waren unter anderem neue Lernkulturen, digitale Bildung, unternehmerische Verantwortung und resiliente Kompetenzen für eine nachhaltige Zukunft. 

Dabei wurde deutlich:  Future Skills sind nicht nur abstrakte Schlagworte – sie sind die Basis für Selbstwirksamkeit, Wandel und nachhaltige Zusammenarbeit. Es ging um:
- Kritisches Denken und Selbstreflexion
- Lernzeiten, Räume und Netzwerke schaffen
- Kreatives Problemlösen und Befähigen
- Resilienz und Agilität
- Teilhabe, Partizipation und Interdisziplinarität
- Neugier, KI-Kompetenz und lebenslanges Lernen als Selbstverantwortung

Wir halten fest: 

Zukunft gestalten heißt: Lernen neu denken. Weg von tradierten Formaten – hin zu hybriden, flexiblen und passgenauen Bildungswegen. Sichtbar machen, was bisher verborgen blieb. Befähigen statt bewerten.

Die Impressionen des Tages geben Einblicke in eine lebendige Veranstaltung voller Austausch, Denkimpulse und Zukunftsorientierung. Wir danken allen Mitwirkenden und Gästen für ihre Beiträge und freuen uns auf die weiteren Termine der Reihe.

Unser Ziel ist klar: Zukunftskompetenzen sichtbar machen, Wege dorthin aufzeigen und gemeinsam lernen zu gestalten.

Bilder der Veranstaltung

 

Unsere Publikation zur Auftaktveranstaltung
Mai 2026 - Demokratie-Bildung
Wissen. Kompetenzen. Demokratie-Bildung. Future Skills für eine starke Gesellschaft

Wie gelingt Demokratiebildung in einer Zeit gesellschaftlicher Polarisierung, wachsender Unsicherheit und digitaler Öffentlichkeit?  Welche Kompetenzen brauchen Menschen, um demokratische Prozesse aktiv mitzugestalten – heute und in Zukunft? Und wie schaffen wir Räume, in denen unterschiedliche Perspektiven nicht trennen, sondern zum Ausgangspunkt für Dialog werden?

Rund 80 Teilnehmende kamen mit uns an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz zusammen, um genau darüber ins Gespräch zu kommen. Mit der Veranstaltung „Wissen. Kompetenzen. Demokratie-Bildung.“ setzten wir unsere neue Reihe „Wissen. Kompetenzen. Bildung.“ fort und richteten den Blick auf die Zukunftskompetenzen einer demokratischen Gesellschaft.

Im Mittelpunkt standen Fragen nach demokratischer Teilhabe, gesellschaftlichem Zusammenhalt und einer Bildung, die nicht belehrt, sondern zum Mitdenken und Mitgestalten befähigt. Ein Gedanke aus dem Nachmittag verband viele der Diskussionen und Perspektiven miteinander:

„Nicht sofort fragen: ‚Wie kann ich überzeugen?‘ – sondern: ‚What am I missing?‘“

Die Veranstaltung machte deutlich: Demokratie entsteht dort, wo Menschen bereit sind zuzuhören, Unterschiede auszuhalten und miteinander im Gespräch zu bleiben. Der Austausch war lebendig, offen und teilweise kontrovers – geprägt von der gemeinsamen Frage, wie Demokratiebildung gelingen kann, ohne moralisch zu belehren oder gesellschaftliche Spaltungen weiter zu vertiefen.

In den Impulsen und Diskussionen wurde sichtbar, dass Demokratiekompetenz weit über politisches Wissen hinausgeht. Es braucht Fähigkeiten, die Orientierung, Reflexion und Begegnung ermöglichen – insbesondere in Zeiten von Zukunftsangst, Desinformation und zunehmender Polarisierung.

Unsere Gäste Prof. Dr. Uwe Jun, Caroline Lindekamp, Dr. Tim Müller, Kathrin Twiesselmann-Steigerwald und Raphael Karl brachten gemeinsam mit Moderatorin Lena Försch vielfältige Perspektiven aus Wissenschaft, Bildung und Praxis ein. Diskutiert wurden unter anderem demokratische Lernräume, Streitkultur, Kommunikationsfähigkeit und die Bedeutung von Selbstwirksamkeit für gesellschaftliche Teilhabe.

Dabei wurde deutlich:

  • Demokratie braucht Räume für Teilhabe und Mitgestaltung 
  • Fakten bleiben Grundlage demokratischer Handlungsfähigkeit 
  • Zukunftsängsten begegnet man nicht mit Überheblichkeit, sondern mit Dialogfähigkeit 
  • Demokratiebildung ist keine isolierte Aufgabe von Politik oder Institutionen, sondern eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung 
  • Kommunikationsfähigkeit, Kritikkompetenz, Perspektivwechsel und Streitkultur gehören zu den zentralen Future Skills demokratischer Gesellschaften 

Besonders eindrücklich war der Gedanke aus dem Workshop zur Streitkultur:
„Wo ist mein blinder Fleck beim Gegenüber?“

Perspektivwechsel, Gesprächsoffenheit und auch ein gewisses Maß an Demut können helfen, Diskussionen mit Neugier statt Gewissheit zu führen. Nicht die schnelle Überzeugung stand im Mittelpunkt, sondern die Bereitschaft, andere Sichtweisen ernst zu nehmen und eigene Annahmen zu hinterfragen.

Wir halten fest:

Demokratiebildung bedeutet, Menschen zu befähigen, Unsicherheiten auszuhalten, kritisch zu denken und gemeinsam Zukunft zu gestalten. Sie lebt von Offenheit, Teilhabe und der Fähigkeit, miteinander im Gespräch zu bleiben – gerade dort, wo Meinungen auseinandergehen. 

Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig Räume für Austausch, Reflexion und gemeinsames Lernen sind. Wir danken allen Mitwirkenden und Teilnehmenden für die Offenheit, die vielfältigen Impulse und die Bereitschaft, Demokratie gemeinsam weiterzudenken.

Im Herbst 2026 setzen wir unsere Reihe „Wissen. Kompetenzen. Bildung.“ fort – mit dem Schwerpunkt Zukunftskompetenzen junger Menschen mit Blick auf den Arbeitsmarkt.

Bilder der Veranstaltung