Ein neues Schlagwort bestimmt die Arbeitsweise und Arbeitsmethoden in produzierenden Unternehmen und Verwaltungen: Agiles Arbeiten wird im Zuge der Digitalisierung zunehmen umgesetzt. Agil heißt, dass die bestehende Organisation und Verfahren aufgebrochen werden, Grenzen zwischen Teams und Abteilungen aufgelöst, die interne Kommunikation durchlässig und neue Formen der Zusammenarbeit entwickelt werden.

Das setzt auch ein neues Verständnis von Führung voraus. Mit diesem großen Umbruch in routinierten Abläufen und Rollen im Unternehmen befasste sich die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. heute in ihrem Format „ZIRP um 8“ an der Hochschule Kaiserslautern. Im Mittelpunkt standen dabei die Anforderungen an Kommunikation und Zusammenarbeit im digitalisierten Unternehmen.

Agilität ist vor allem eine mentale Grundhaltung, betonte René Chassein, Mitglied des Vorstands der Pfalzwerke AG und Mitglied des Vorstands der ZIRP: „Aus einer neuen Haltung wird neues Handeln, bei Führungskräften und bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das bedeutet große Veränderungen der Unternehmenskultur, auf die wir uns einlassen müssen. Dies stellt die vorrangige unternehmerische Herausforderung in der Zukunft dar.“

Mit der zunehmenden Digitalisierung ergeben sich für Unternehmen neue Möglichkeiten für die Gestaltung von Kommunikation und Zusammenarbeit. Steffen Lutze, Fachreferent Digitale Transformation bei der ITK Engineering GmbH, führte aus: „Im Rahmen der digitalen Transformation können bestimmte Methoden und Werkzeuge aus der Softwareentwicklung Unternehmen helfen, die Vorteile digitaler Technologien für sich zu nutzen und den damit verbundenen kulturellen Wandel erfolgreich in ihrer Organisation zu leben.“

Agiles Arbeiten ist eine komplexe Herausforderung für die Unternehmen, die nach strukturierten, innovationsfördernden Lösungen verlangt, machte Prof. Dr. Dieter Wallach, Human-Computer Interaction und Usability Engineering an der Hochschule Kaiserslautern, deutlich. Vor allem interdisziplinäres Arbeiten sei ein wichtiger Erfolgsfaktor: „Die disziplinübergreifende Zusammenarbeit in iterativen, menschzentrierten Vorgehensmodellen führt dazu, dass Digitalisierungsstrategien nachhaltig umgesetzt werden können.“

Die Impulsgeber waren sich einig, dass Digitalisierung und Agilität zusammengehören und Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnen, Kommunikation und Zusammenarbeit im Einklang mit den Unternehmenszielen zu gestalten. Rund die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestätigten: die Digitalisierung führt zu einer positiven Entwicklung hin zu mehr Flexibilität und Agilität im Unternehmen.

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