Heute ging es eher entspannter zu. Nach dem recht kurzen Ausflug am gestrigen Tag ans Rote Meer in Eilat, wo wir die Gelegenheit bekamen, eine kleine Schnorchel-Einheit einzulegen, stand heute das Tote Meer auf dem Plan. Der Weg führte uns Richtung Jerusalem, dicht an der Jordanischen Grenze vorbei.

Nach längerer Fahrt erreichten wir unser Ziel, eine Art Reservoir, wo es dann hieß "Testen der Wasserqualität durch baden im Toten Meer“! Ein weiterer Höhepunkt auf dieser Reise. Ein sehr spaßiges Erlebnis, besonders das Gefühl, schwerelos zu sein und ohne Aufwand an der Wasseroberfläche schwimmen zu können, war einzigartig. Doch nach diesem knapp zweistündigen Spaß ging es weiter mit unserer Bildungsreise durch die Wüste Israels nach Palästina.

Auf der Busfahrt wurde uns von unserem israelischen Guide erklärt, dass es drei verschiedene Zonen in der Westbank gibt. Zone A ist das palästinensische Autonomiegebiet, Zone B ist ein Mischgebiet, in dem beide Regierungen die Führung haben, jedoch sind eher die Israelis die überlegene Partei, da sie militärisch dort vertreten sind. Die Palästinenser stellen in diesem Gebiet zwar die Polizei, haben aber keinerlei Militär dort. Zone C ist vollständig in israelischer Hand.

Im Areal der Westbank werden recht massiv israelische Siedlungen ausgedehnt. Dabei genießen selbst inoffizielle Wohnsiedlungen stillschweigenden Schutz der israelischen Arme. Einen kurzen Stopp legten wir an der Taufstelle Jesu ein. Dort wurde gerade eine Gruppe von gläubigen Christen aus Südafrika, den USA, Australien und anderen Ländern im braunen Wasser des Jordan getauft. An der Taufstelle trafen wir auf zwei Mitarbeiter von EcoPeace Middel East. EcoPeace ist eine NGO (non-government organisation), die in Jordanien, Israel und Palästina arbeitet. Es wird mit vor allem Jugendlichen aller drei Länder zusammengearbeitet. Hinter dieser Zusammenarbeit steht der Gedanke, dass Umweltprobleme auch nicht an Grenzen haltmachen, daher muss bei der Lösung auch über die Grenzen hinaus gedacht werden. Noch an der Taufstelle, erklärte uns Thomas, ein deutscher Entwicklungshelfer, der mit EcoPeace zusammenarbeitet, welche Probleme es mit dem Jordanwasser gibt.@Jordan Taufstelle

Nach diesem kurzem Vortrag ging es zum Zentrum von EcoPeace Palästina. Dort erklärte uns Thomas wie genau versucht wird, das Umweltbewusstsein der Palästinenser zu erhöhen. Dies soll vor allem durch aufzeigen von umweltfreundlichen Lösungen erfolgen. Primär richtet sich dieses Pojekt an Schulkinder, die zu dem Zentrum kommen und dort verschiedene Seminare und Workshops besuchen. Danach erzählte uns Mohanmed noch von seiner Arbeit und wie er vom Banker zum Manager einer NGO wurde.

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