So nun sind wir in Israel. Im Vorfeld hatten uns wir schon mit Thema Israel auseinandergesetzt, und waren bzw. sind sehr gespannt, was uns hier erwarten wird. Nach dem ersten Tag Programm nun unser erster Eindruck.

Heute stand vor allem Wassermanagement im Fokus. Morgens besuchten wir die Meerwasserentsalzungsanlage in Ashkelon, welches die erste ihrer Art war. In Israel gibt es momentan fünf Meerwasserentsalzungsanlagen. Diese Anlagen produzieren 70% des privaten Wasserverbrauchs, wobei Ashkelon mit einer Jahresproduktion von 120.000.000 m³ die drittgrößte im Staat Israel ist. Der Energieverbrauch dieser Anlage beträgt 51 Mwh im Jahr. Der Strom für die Meerwasserentsalzungsanlage in Ashkelon wird zu 100% aus Gas produziert.
Nach einem kurzen Vortrag unseres Guides ging es los die Meerwasserentsalzungsanlage zu besichtigen, welches es schafft in ca. 30 Minuten aus Meerwasser genießbares Trinkwasser herzustellen. Das Endergebnis – durften wir natürlich auch testen, und es schmeckte tatsächlich neutral.

Nach diesem ersten Eindruck Israels ging es weiter nach Beersheva. Auf dem Weg dort hin haben wir unterwegs an einem Aussichtspunkt gehalten. Von dort aus war es möglich die Stadt Gaza und den Gazastreifen zu sehen. Als man im Hintergrund Schüsse hörte und unser Guide auf Nachfrage erzählte, dass der Einschlagradius der vor zwei Wochen abgeschossenen Rakete aus Gaza, in unmittelbare Nähe liegen würde, bekam man schon ein mulmiges Gefühl und die angespannte Situation in Israel wurde einem zum ersten Mal bewusst. Dieses Erlebnis stimmte einen doch sehr nachdenklich.

Danach ging es weiter in den Kibbuz Hazerim, wo wir das Unternehmen Netafim besuchten. Netafim ist laut eigener Angaben weltweit führend im Bereich Tröpfchen-Bewässerung. Durch einen Mitarbeiter wurde uns Tröpfchen-Bewässerung und der Tätigkeitsbereich von Netafim nähergebracht. Nach eigenen Aussagen, ist durch dieses System eine Bewirtschaftung von ungefähr 400 ha durch eine Person möglich. Ein Vorteil der Tröpfchen-Bewässerung ist es, dass unter anderem der Reisanbau in Ländern wie Vietnam, nicht nur während der Regenzeit möglich ist, sondern auch in der anderen Jahreshälfte.

Zum Schluss haben wir noch eine Führung durch den Kibbuz bekommen, in dem uns auch das System des Kibbuz erläutert wurde. Ein Kibbuz stellt eine Form des Zusammenlebens dar, in welcher die Gemeinschaft im Vordergrund steht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir bis jetzt einen sehr positiven ersten Eindruck von Israel haben. Umso gespannter sind wir auf die nächsten Tage und wie bzw. ob sich dieser Eindruck ändern wird.

Viele Grüße aus IsraelSaskiaLucien web

Saskia und Lucien

 

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