Gewinner des Kunstwettbewerbs von ZIRP und GDKE stehen fest
 

Kreative Stadt logoUnter dem Vorsitz von Dr. Oliver Kornhoff, Direktor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck, hat eine hochkarätige Jury nun aus 49 Bewerbungen drei ausgewählt. Sie werden ab Juli 2016 für vier Monate in Koblenz zu sehen und zu erleben sein. Gemeinsam mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz hatte die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. im Januar 2016 in Kooperation mit der Stadt Koblenz den öffentlichen Kunstwettbewerb „Stadtlandschaft. Raum für Einblicke und Aussichten“ ausgelobt. Künstlerinnen und Künstler waren aufgerufen, Entwürfe für temporäre Kunstwerke im Koblenzer Stadtgebiet einzureichen. Ihre Arbeiten wurden anonym bewertet. „Mit den Interventionen wollen wir in der Grünen Stadt am Wasser Zeichen setzen und Bürger und Gäste auf die Landschaft in der Stadt hinweisen. Vertrautes wird neu wahrgenommen, hinterfragt und in neuem Zusammenhang gesehen“, freute sich Heike Arend, Geschäftsführerin der ZIRP, über die große Zahl der Einreichungen.

 Jury Kunstwettbewerb ZIRP 11.04. web
Die Jurymitglieder auf der Festung Ehrenbreitstein (v.l.n.r.): Arne Reimann (Kurator),
Prof. Thaddäus Hüppi, Heike Arend, Dr. Matthias von der Bank, Prof. Dr. Beate Reifenscheid,
Thomas Metz, Dr. Oliver Kornhoff (Juryvorsitzender), Frank Bölter.

 

Auf dem Festungsplateau wird die Arbeit „Citoyen!“ (zu Deutsch Bürger) der gebürtigen Rheinland-Pfälzerin Julia Wenz ausgestellt werden. Sie überzeugte die Jury mit ihrem konzeptionellen Ansatz, der Bezug auf das komplexe Abhängigkeitsverhältnis von Stadt, Land und Mensch nimmt, und mit seiner Umsetzung.

Seriell gefertigte Produkte wie ein Minigewächshaus, zum Schriftzug „Citoyen“ geformte mit Helium gefüllte silberne Buchstaben (Ballone) oder mit Solarzellen betriebene Leuchtkörper formen mit einer gestalteten Bodenplatte ein Kunstobjekt. „Das Objekt regt, ja stößt geradezu an, sich mit den thematischen Bezügen auseinanderzusetzen und die Festung Ehrenbreitstein ist der ideale Ort seiner Präsentation. Denn sie ist ein durch menschliches Handeln stark geprägter, gebauter Ort und spätestens seit der BUGA 2011 auch städtischer Raum an der Schnittstelle zur Landschaft“, kommentierte Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE, die Entscheidung der Jury.

Die Arbeit „Arkadischer Quadratmeter“ des in Steinhöring lebenden Künstlers Peter Kees konnte die Jury ebenfalls überzeugen. Der „Arkardische Quadratmeter“ wird mit vier Grenzsteinen und vier Grenzstangen abgesteckt. „Die Präzision des Werkes auf kleinstem Raum im Spannungsverhältnis zu seiner tatsächlich globalen Wirkmacht hat die Jury begeistert“, lobte Dr. Oliver Kornhoff die Arbeit des Künstlers. Wo es zu sehen sein wird, bestimmen der Künstler und Kurator Arne Reimann in den kommenden Wochen gemeinsam.

Neben den beiden fest installierten Werken hat die Jury die Arbeit des Performance-Netzwerks „PAErsche“ um die Künstlerin Karin Meiner aus Burgbrohl ausgewählt. Mit Aktionskunst wird die internationale Künstlergruppe an verschiedenen Tagen und Orten in Koblenz Interventionen und Irritationen durch zuvor noch nie gesehene und erlebte Bilder schaffen.

Die Arbeiten werden bei der Vernissage am 13. Juli 2016 um 18 Uhr auf der Festung Ehrenbreitstein zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Aufbau erfolgt Ende Juni. Die Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, den Aufbau zu begleiten.

Hintergrund:

Ein Wettbewerb für temporäre Kunst in Koblenz

Gemeinsam mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz initiiert die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. im Sommer 2016 die temporäre Ausstellung von Kunstwerken im Koblenzer Stadtgebiet. In einem öffentlichen Wettbewerb werden bis zu drei künstlerische Entwürfe für Interventionen ausgewählt, die im Juli 2016 für vier Monate in Koblenz realisiert und dokumentiert werden.Die Bewerbungsfrist endet Mittwoch, 30. März 2016 (Posteingang). Hier geht es zur Ausschreibung.

In Anknüpfung an die Bundesgartenschau 2011 in Koblenz bezieht sich das Kunstprojekt auf das Thema „Stadtlandschaft". Die gerade in Koblenz augenfällige Verbindung von Stadt und Landschaft soll für Anwohner und Besucher auf besondere Weise erfahrbar werden. Die Künstlerinnen und Künstler sind dazu eingeladen, eine temporäre Intervention zu schaffen, die die sinnliche Wahrnehmbarkeit der Stadt als immanenter Bestandteil der Landschaft thematisiert und auf die jeweiligen Orte Bezug nimmt. Die ausgewählten Interventionen sollen Impulse für den künstlerischen Umgang mit Stadtlandschaften setzen. Sie sollen den Blick für die vorhandenen Freiräume schärfen und die Bedeutung und Wirkung von Landschaft in der Stadt erlebbar machen. Dabei sind die Künstlerinnen und Künstler in der Wahl der Materialien frei.

Die Orte, an denen die Interventionen ausgestellt werden können, sind Bilder und Pläne hinter den Links:

Park am Deutschen Eck/Danziger Freiheit
Terrassen Rheinzollstraße
Konrad-Adenauer-Ufer
Clemensplatz (zwei Stellen bespielbar)
Festungsplateau

Teilnahmebedingungen, Datenblatt und Projektangaben als PDF (340 KB).

Die Bewerbungsfrist endete am Mittwoch, 30. März 2016. Weitere Einreichungen sind nicht möglich.

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok