Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Europäische Idee wachhalten

Beim Parlamentarischen Sommerfest der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. am 14. Juli 2016 trafen sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur und nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterstrich, dass das Parlamentarische Sommerfest der ZIRP inzwischen zu einer beliebten Größe im Veranstaltungskalender geworden sei: „Die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz ist für mich immer eine wichtige Institution, um Einschätzungen über die wirtschaftliche Entwicklung des Landes auszutauschen, Zukunftsfragen des technologischen Wandels zu disku¬tieren und Neues zu lernen: aus den spannenden Unter¬nehmen in unserem Land und aus der Forschung."

Sie hob die große Bedeutung der Themen Technologie, Digitalisierung und Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft für die neue Landesregierung hervor und machte darauf aufmerksam, dass diese Zukunftsthemen auch in der Projektarbeit der ZIRP eine große Rolle spielten.

Besonders mit ihrem neuen Projekt „Wirtschaft 4.0" werde die ZIRP deutlich machen, wie sich Wirtschaft und Arbeit durch die Digitalisierung verändern werden. Dabei behandelt würden unter anderem die Fragen, wie die etablierte Wirtschaft und Startups zusammenkommen können, welche neuen Geschäftsmodelle sich durch neue digitale Lösungen auftun und wie die Menschen, die heute in den Betrieben arbeiten, qualifiziert auf diesen Wandel vorbereitet werden und ihn mitgehen können.
Ein weiteres neues Projekt der ZIRP „Gesellschaft 2030" befasse sich in der kommenden Zeit mit der grundlegenden Frage: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Dabei erörtert würden die Themenfelder Zusammenhalt, Gerechtigkeit und Teilhabe – immer mit Blick darauf, was die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dazu beitragen können, damit unsere Gesellschaft zusammenbleibt.

Mit Blick auf die Regierungsneubildung in Großbritannien infolge des Referendums zeigte sich die Ministerpräsidentin besorgt über mögliche außenwirtschaftliche Effekte für die Unternehmen in Rheinland-Pfalz. Großbritannien sei auf Rang vier der Exportländer von Rehinland-Pfalz, besonders Güter der Automobilindustrie und der Chemie würden dorthin geliefert. Damit seien zwei der wichtigsten Branchen im Land betroffen. „Alle, die weltoffen und anderen Kulturen zugewandt sind und die europäische Idee im Herzen tragen, sind aufgerufen, eine große europäische Idee wachzuhalten und an die junge Generation weiterzugeben. Viele Unternehmer in unserem Land begründen ihre Unternehmung auf internationalem Austausch und Wertschöpfung. Vielfalt, Offenheit und Toleranz sind die Basis für erfolgreiche internationale Zusammenarbeit", betonte die Ministerpräsidentin.

Die 160 geladenen Gäste aus dem Netzwerk der ZIRP machten beim vierten Parlamentarischen Sommerfest deutlich, dass sie die ZIRP als wichtige Schnittstelle von Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik sehr schätzen.

Einige Impressionen vom Parlamentarischen Sommerfest in der Galerie (Fotos: Sandra Hauer).

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