9. Unternehmergespräch: Perspektiven des Logistikstandorts Rheinland-Pfalz
Montag, 13. August 2012 (ISIM)


Unter dem Motto "Perspektiven des Logistikstandorts Rheinland-Pfalz" knüpfte die ZIRP an die lange Tradition der Unternehmergespräche an: Nunmehr schon zum neunten Mal diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam Wirtschaftsthemen von aktueller Relevanz sowie zukunftsweisender Bedeutung für das Land. In diesem Rahmen trafen sich am Montag, den 13. August 2012, im rheinland-pfälzischen Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, rund 40 Persönlichkeiten aus rheinland-pfälzischen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und der Wissenschaft, um mit dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz und dem Vorsitzenden von DB Schenker Rail, Dr. Alexander Hedderich, über die Entwicklung der Logistik im Land zu diskutieren.

In seiner Begrüßung wies Prof. Dr. Michael Frenkel – Rektor der WHU - Otto Beisheim School of Management und Mitglied des ZIRP-Vorstands – zunächst auf die besondere Bedeutung der Logistikbranche für das Exportland Deutschland im Allgemeinen und Rheinland-Pfalz im Besonderen hin. So macht die Logistik in Deutschland, mit rund 2,8 Millionen Menschen Beschäftigten, aktuell rund 7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus. Auch in Rheinland-Pfalz, das mit einer Exportquote von fast 53 Prozent besonders auf eine erfolgreiche Logistik angewiesen ist, hat sich die Branche längst zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige entwickelt.


Innenminister Roger Lewentz

Innenminister Roger Lewentz betonte in diesem Kontext, dass Rheinland-Pfalz bereits beste infrastrukturelle Voraussetzungen für eine erfolgreich operierende Logistikbranche biete. Dennoch ist klar, dass weitere Investitionen – etwa im Bereich der Schifffahrt oder auch des Güterschienenverkehrs – notwendig sein werden. Von Seiten des Landes wird hier bereits durch gezielte Investitionen versucht, den infrastrukturellen Rahmen für eine langfristig erfolgreiche Logistik zu gewährleisten. Angesichts der zur Verfügung stehenden Gelder durch den Bund muss jedoch klar sein, dass der primäre Schwerpunkt bei der Erhaltung und der qualitativen Verbesserung des Bestandsnetzes liegen wird.
Man darf nach Ansicht des Innenministers jedoch nicht vernachlässigen, dass auch weitere Aspekte essentiell sein werden, will man die rheinland-pfälzische Logistik für die Zukunft stärken. So zum Beispiel der Bereich Lehre und Forschung, dem ein besonderes Augenmerk gelten muss.

Dr. Alexander  Hedderich

Eine Aussage der auch Dr. Alexander Hedderich voll und ganz zustimmte. Er betonte, dass dies vor allem in Hinblick auf die Fachkräftebedarfe der Zukunft einen zentralen Bereich darstellt, dem sich nicht nur die Marktführer wie DB Schenker Rail vermehrt zuwenden müssen und werden. Dabei weisen die Hochschulen des Landes in Sachen Forschung und Bildung bereits gute Strukturen sowie eine breite Angebotspalette auf, die es allerdings stetig auszubauen gilt.


Diskussionsrunde mit Dr. Hedderich

Insgesamt stimmten alle Diskutanten darin überein, dass ein dynamischer Zukunftsmarkt wie die Logistik es notwendig macht, sich immer wieder auf neue Anforderungen und Trends einzustellen. Auch das Thema Vernetzung wird in diesem Kontext einen festen Platz in der Debatte um die Logistik in Rheinland-Pfalz einnehmen müssen.

Unternehmregespräch mit dem Minister

Heike Arend, Geschäftsführerin der ZIRP

 

Abschluß in gemütlicher Runde

 

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