Nachlese: Corporate Social Responsibility – Beitrag für ein gerechtes Europa
25. September 2012,
Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz,  Brüssel

CSR

Mit der Überzeugung, dass Corporate Social Responsibility (CSR) ein Beitrag für ein  gerechtes Europa sein kann, lud die  Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) am 25. September 2012 in die Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz nach Brüssel ein, um mit Vertretern aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft über die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen zu diskutieren. Trotz zahlreicher guter Ansätze und Beispiele, muss noch einiges getan werden, um soziale Nachhaltigkeit in Unternehmen zu erreichen. Dies zeigten die Vorträge und Gespräche.

Professor Dr. Lutz Michael BüchnerIris Kröning von der Generaldirektion Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission, stellte die Ende 2011 überarbeitete CSR-Strategie der Europäischen Kommission vor. So bedürfe es gleicher Anforderungen an die Unternehmen bezüglich ihrer CSR-Maßnahmen. Die EU-Kommission wolle in diesem Sinne solche freiwilligen Bemühungen zukünftig durch die Ausschreibung eines Preises stärker belohnen, erläuterte Kröning.

Professor Dr. Lutz Michael Büchner, Leiter des Europäischen Instituts für Arbeitsbeziehungen e.V. (EIAB), berichtete von seinen ersten Erfahrungen, die er mit der Qualifizierung von Nachhaltigkeitsbeauftragten in KMU während der aktuellen Projektphase gemacht hatte. Er betonte wie durch CSR Wettbewerbsvorteile generiert werden können. Aktuell wird das Projekt durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (EFS) und des Landes Hessen finanziert, sodass diese Qualifizierungsmaßnahmen kostenlos angeboten werden können.

 

 

In der anschließenden Podiumsdiskussion berichteten Natascha Waltke, Senior Manager EU Government Relations der BASF Group und Dr. Tilmann Laun, Leiter Quality Operations und CSR-Teamleitung bei dem rund 130-Mitarbieter starken Unternehmen Hevert-Arzneimittel GmbH & Co. KG, aus der betrieblichen Praxis. Herr Dr. Laun hob dabei hervor, wie wichtig in ihrem speziellen Fall das Eigenengagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei.

Die Interessen und Ziele der Arbeitgeber und -nehmerseite repräsentierten Stefan Gran, Leiter des EU Verbindungsbüros des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sowie Antje Gerstein, ständige Delegierte der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Brüssel. Die BDA betonte die Freiwilligkeit von CSR-Maßnahmen, welche das Alleinstellungsmerkmal von CSR sei, der DGB hingegen wünschte sich mehr verbindliche Standards. Einig waren sich beide Seiten jedoch, dass die Transparenz der CSR-Arbeit von Bedeutung sei. Laut Antje Gerstein sei es jedoch unrealistisch, eine hundertprozentige Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Branchen und Unternehmen herstellen zu wollen.

In ihrem Schlusswort betonte Heike Arend, Geschäftsführerin der ZIRP, die aktive Einbindung einer jeden Mitarbeiterin und eines jeden Mitarbeiters. Diese sei essenziell für den Erfolg einer unternehmerischen CSR-Strategie. Auch wenn solch ein Strategiewandel Zeit und Investitionen benötige, zeigten viele Beispiele jedoch, dass sich CSR auch ökonomisch lohnen könne. Hauptvoraussetzung sei jedoch die individuelle, auf das Unternehmen und die Branche abgestimmte Entwicklung sowie die Akzeptanz in der Belegschaft.

 

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