Am 26.09.2013 startete die ZIRP-Veranstaltungsreihe "Starke Wirtschaft – Starke Regionen" mit einer gut besuchten Auftaktveranstaltung bei BorgWarner Turbo Systems in Kirchheimbolanden. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hielt bei der Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Turbo-Cluster stattgefunden hat, den Impulsvortrag und stellte die Veranstaltungsreihe dem interessierten Publikum vor.

Nach einer informativen und spannenden Werksführung startete die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in der Kantine des BorgWarner-Firmengebäudes. Das Unternehmen, damals noch unter dem Namen AG Kühnle, Kopp & Kausch, ist seit 1960 in Kirchheimbolanden ansässig, wie der Gastgeber und Hausherr Wolfgang Schneider in seiner Begrüßung hervorhob. Heute ist das Werk in Kirchheimbolanden das größte Werk der Unternehmensgruppe für Turbolader. Der Donnersbergkreis profitiert bis heute durch das Unternehmen und die hier ansässigen branchennahen Unternehmen.
Wolfgang Schneider
In ihrem Impulsvortrag betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer das große Potenzial der ländlichen Regionen in Rheinland-Pfalz. Insbesondere die dezentrale Umsetzung der Energiewende sowie die Tourismus- und Gesundheitswirtschaft eröffnen den Kommunen neue Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten, so die Ministerpräsidentin. Für die Herausforderungen der ländlichen Regionen, die sich insbesondere aus dem demografischen Wandel ergeben, brauchen Regionen und Kommunen jedoch eine starke Wirtschaft. "Nur wo Unternehmen sind, gibt es Ausbildungs- und Arbeitsplätze und damit die Grundlage für ein wirtschaftlich gesichertes Leben. Und nur dort lohnt es sich gerade für junge Menschen, auch zu bleiben", betonte Dreyer. Gleichzeitig seien aber die Unternehmen in ländlichen Regionen auf die Attraktivität ihres Standortes angewiesen, um qualifizierte Arbeitskräfte gewinnen und halten zu können. Die positive Entwicklung des Turbo-Clusters zeige, dass die Akteure vor Ort diesen Zusammenhang erkannt haben. Durch die Vernetzung und Kooperation zwischen dem Landkreis, der Stadt Kirchheimbolanden, der Sparkasse Donnersbergkreis und dem Turbolader-Produzenten BorgWarner wird ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des Donnersbergkreises als Wirtschaftsstandort geleistet.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Mit ihrer Veranstaltungsreihe hat sich die ZIRP zum Ziel gesetzt, auf die wichtige Beziehung zwischen Wirtschaft und Regionen aufmerksam zu machen. Sie steht daher im Mittelpunkt von sechs Themenveranstaltungen bis zum Herbst 2014. Im Vordergrund stehen dabei "die guten Beispiele …, bei denen Unternehmen und Regionen gemeinsam die Attraktivität ihrer Wirtschafts- und Lebensräume gestalten und die Chancen neuer Geschäftsfelder gemeinsam nutzen", so Ministerpräsidentin Dreyer.


In der abschließenden lebhaften Podiumsdiskussion beleuchtete die Moderatorin Brigitte Trapp zusammen mit dem Landrat des Donnersbergkreises, Winfried Werner, dem Geschäftsführer von BorgWarner Turbo Systems, Wolfgang Schneider, Johannes Heger, dem Geschäftsführer von HegerGuss und Präsidenten des Arbeitgeberverbandes Pfalzmetall, Andreas Hecker, dem Geschäftsführer der Gienanth GmbH sowie Martin Queck, dem Leiter des KEIPER-Werkes Rockenhausen, die wirtschaftliche Situation des Donnersbergkreises und den Turbo-Cluster. Andreas Hecker, Geschäftsführer der Gienanth GmbH, brachte eines der Probleme des ländlichen Raums auf den Punkt: für junge Menschen sind die ländlichen Regionen häufig nicht attraktiv. Erst mit steigendem Alter oder auch mit der Gründung einer Familie steige auch die Zufriedenheit mit dem ländlichen Raum als Wohn- und Arbeitsort. Hier müsse angesetzt werden und - zielgruppenspezifisch - mit den Standortvorteilen der ländlichen Regionen geworben werden.

Moderatorin Brigitte Trapp zusammen mit dem Landrat Winfried Werner, Wolfgang Schneider, Johannes Heger, Andreas Hecker und Martin Queck

Netzwerke und Cluster können die Attraktivität eines Standortes für Unternehmen positiv beein-flussen. Sie geben Unternehmen die Möglichkeit und den Rahmen für Experimente – eine wichtige Voraussetzung für Unternehmen, denn erfolgreich sein, das bedeute auch, etwas anders zu ma-chen, so Johannes Heger. Und ein Cluster sei der richtige Rahmen hierfür. Potenziale für eine Zusammenarbeit aufzudecken und zu nutzen kann ein enormer Erfolgsfaktor sein. Aber, so brachte der Hausherr Wolfgang Schneider es auf den Punkt, selbst wenn man potenzielle Kooperations-partner gut kenne, fehle häufig die notwendige Bereitschaft für die Umsetzung einer engeren Zu-sammenarbeit. Den Rahmen der ZIRP-Veranstaltung nutzten die auf dem Podium vertretenen Unternehmensvertreter dann auch sogleich, um für die Zukunft einen intensiveren Austausch und stärkere Kooperation zu vereinbaren.

Publikum der Auftaktveranstaltung

Minsterpräsidentin Malu Dreyer und Staatsministerin Conrad

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