Nach dem gestern etwas länger schlafen angesagt war, ging es heute Morgen schon sehr früh mit einem freiwilligen Programmpunkt los. Da der Tempelberg nur zu bestimmten Zeiten geöffnet hat, sind wir bereits um 7 Uhr los gefahren. Der Besuch am Tempelberg war sehr entspannend, da weniger Touristen dort unterwegs waren. Leider war es nicht möglich, in die Moscheen rein zu gehen, dennoch war es wunderschön dort.@Tempelberg Jerusalem

Um 9 Uhr ging dann das offizielle Programm weiter. Wir hatten ein Gespräch mit einer Vertreterin von B'tselem, einer israelischen Menschenrechtsorganisation. Nach einer kurzen Vorstellung der NGO (Non-Government-Organisation) erzählte sie von den Problemen, denen sie sich stellen müssen. B'tselem fungiert als Informationszentrum, publiziert und dokumentiert Menschenrechtsverletzungen. In letzter Zeit sehen sie sich immer mehr dem Druck der Israelischen Regierung gegenüber gestellt, was nach der Rede vor dem UN-Sicherheitsrat, sogar so weit ging, dass es Drohungen von offizieller Seite gab.
Zu sehen wie die Arbeit einer NGO ist und auch welche Probleme und welchem Druck sie gegenüber stehen, war sehr informativ.

Diesmal hatten wir etwas Freizeit, in der wir die Altstadt von Jerusalem nochmals zu erkundeten.

Danach ging es nach Yad Vashem, einer Gedenkstätte für die Holocaust-Opfer. Dort trafen wir auf eine Zeitzeugin, die uns von ihrer Kindheit und ihren Erlebnissen während des Dritten Reichs und im KZ erzählte. Eine Holocaust-Überlebende zu treffen und diesen Teil der Geschichte aus erster Hand zu erfahren, war einzigartig. Besonders ihre gemeinsame Geschichte mit Anne Frank war sehr bewegend.

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