Bei der Veranstaltung „Big Data – Smart Data: Von der Datenwolke zur konkreten Information“ am 13. Mai 2015 sprach Ministerpräsidentin Malu Dreyer über den Umgang mit der stetig wachsenden Datenmenge, die Individuen, öffentliche Verwaltungen und Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung produzieren. Die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. hatte Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft zur Diskussion nach Mainz geladen, um Chancen und Risiken im Umgang mit Big Data zu diskutieren.

Die Ministerpräsidentin sagte mit Blick auf die Rolle digitaler Daten für die heutige Wirtschaft und Gesellschaft: „Daten sind der Sauerstoff der globalen Kommunikation im permanenten Austausch von Menschen mit Menschen, Menschen mit Maschinen und künftig auch immer mehr Maschinen mit Maschinen. Sie sind zur Währung geworden und bedeuten Macht bis zur Gefahr des Monopolismus.“

Sie mahnte in diesem Zusammenhang zur Vorsicht, betonte aber auch die Chance, durch die angemessene und intelligente Nutzung von Daten neue Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen und Entwicklungen zu schaffen: „Smart Data ist intelligent eingesetzt der Algorithmus der Zukunft: Die Auswertung und Vernetzung von digitalem Wissen kann für Wirtschaft und Gesellschaft von großem Nutzen sein.“ Als Beispiel nannte Ministerpräsidentin Malu Dreyer die digitale Transparenzplattform, die im Zuge des Transparenzgesetzes aufgebaut werden soll. Hier bekämen Bürgerinnen und Bürger einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu Informationen über Verwaltungshandeln. „Wir nutzen also die Möglichkeiten der Digitalisierung, um die Entscheidungen von Politik und Verwaltung nachvollziehbarer zu machen. Dadurch verbessern sich die Möglichkeiten zum Mitreden und Mitgestalten. Und mehr Teilhabe bedeutet auch mehr Demokratie.“

Big Data - Smart Data@Der Künstler Michael Geiß dokumentierte den Verlauf der Veranstaltung auf seine ganz eigene Art

„Wir Deutschen erwarten sicheren und verlässlichen Umgang mit unseren Daten“, stellte Christian Wirth von T-Systems International in seinem Impuls fest. Die Verwendung von Daten brauche überdies gesellschaftliche Akzeptanz, die weiter zu fördern sei: „Wir machen durch Datensynthetisierung Data Analytics in Deutschland salonfähig“. Daten seien ein viel zu kostbares Gut, um sie ungenutzt liegen zu lassen, sagte Sabine Bendiek, Geschäftsführerin der EMC Deutschland GmbH und Mitglied im BITKOM-Hauptvorstand und warb für einen offenen Umgang mit dem Thema Big Data. „Durch Big-Data-Anwendungen können wir neue Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln, beispielsweise im Gesundheitswesen bei der Krebstherapie oder bei der Verkehrslenkung.“ Deutschland könne zu einem Top-Standort der Datenwirtschaft werden. Voraussetzung sei, eine verantwortungsbewusste Nutzung von Daten zu ermöglichen und gleichzeitig das Vertrauen der Verbraucher durch ein hohes Datenschutzniveau zu erreichen. Sie fügte hinzu: „Wir müssen die Chancen der Datenökonomie nutzen und dürfen sie uns nicht durch eine überhastete Regulierung hierzulande anderen überlassen.“

Weiter nahmen an der Veranstaltung auch der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Edgar Wagner, Jens Redmer von Google Deutschland und Stefan Wess, CEO der Empolis Information Management GmbH Kaiserslautern teil. Die Veranstaltung der ZIRP fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „#watch22“ des rheinland-pfälzischen Datenschutzbeauftragten statt.

@Nachlese: Big Data - Smart Data

Beim Klick auf das untenstehende Foto gelangen Sie zu Bildern von der Veranstaltung (Fotos: Sandra Hauer)

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