"Generation Un-Ruhestand" – voll im Leben

Teaser Unruhestand

Die Fotoausstellung "Generation Un-Ruhestand" straft das Wort vom "alten Eisen" Lügen. Ob nun der Über-70-jährige Ruderer oder der erfolgreiche Senior-Unternehmer, in Rheinland-Pfalz gehen Alter und Aktivität Hand in Hand.

Der Demographische Wandel bedeutet ein steigendes Durchschnittslebensalter der Bevölkerung. Dies stellt die Gesellschaft vor neue Herausforderungen, nicht nur bezüglich Volkswirtschaft und Sozialkassen, sondern insbesondere auch im Hinblick auf das Miteinander der Generationen. Die Fotoausstellung der ZIRP "Generation Un-Ruhestand" zeigt, dass auch älteren Menschen alle Lebensbereiche offen stehen.

Die 25 Senioren, die in der ZIRP-Ausstellung "Generation Un-Ruhestand" portraitiert werden, leben es vor: Der 72-jährige ehemalige Landwirt Franz-Joseph Becker stellt ein Heimatmuseum zusammen, mit 71 Jahren trifft sich Herbert Kirchgeßner noch regelmäßig zum Training mit seiner Rudergruppe und der Betriebswirt Rolf Mollenhauer gibt ehrenamtlich die Erfahrung seiner 75 Lebensjahre an jüngere Unternehmer weiter.

Früher war es ein Hobby, heute ist es ein Vollzeitjob, so könnte das Lebensmotto einiger der 25 Senioren lauten, die in der Foto-Ausstellung "Generation Un-Ruhestand" vorgestellt werden.

Hier einige der Portäts, die in Zusammenarbeit mit der FH Mainz entstanden sind

Peter Greisler: "Mensch sein"

Peter Greisler, 1936 geboren, gehört zu den herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten. 1950 begann er seine Lehre bei der Debeka-Versicherung. Sein beruflicher Weg führte ihn vom Bezirksleiter in Wiesbaden und Hannover über den Werbeleiter der Geschäftsstelle in Berlin bis hin zum Generaldirektor der Debeka-Versicherungsgruppe.

"integrieren, gewinnen, führen"

Dabei gestaltete er seinen beruflichen Lebenslauf durch ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft und Sensibilität. Die positive Einstellung Peter Greislers zu seinem Handeln und zu seinen Mitarbeitern war sicher ein Teil seines Erfolgs.

"strebsam, oft gegen den Strom"

Parallel zu seiner Tätigkeit bei der Debeka studierte er an der Wirtschaftsakademie in Berlin.Seit 1972 war er Vorstandsmitglied und von 1976 bis 2002 Vorsitzender des Vorstandes der Debeka. In dieser Zeit war er in den Gremien der Deutschen Versicherungswirtschaft teilweise als Vorsitzender tätig. Darüber hinaus engagierte er sich im gesellschaftspolitischen Bereich. Auch heute stellt er seine umfangreichen Erfahrungen in den verschiedensten Institutionen weiter ehrenamtlich zur Verfügung. So ist er zum Beispiel heute noch Vizepräsident der IHK Koblenz, Vorsitzender der Deutschen Aids-Stiftung und Vorsitzender der Initiative Region Mittelrhein. Für sein berufliches Engagement erhielt er Auszeichnungen, zu denen das Große Bundesverdienstkreuz und die Peter-Altmeier-Medaille zählen. Trotz seiner beruflichen Einsatzbereitschaft bildet seine Familie den zentralen Bereich in seinem Leben. Er ist seit 44 Jahren verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Seine Lebensmodi: "Immer mehr tun als die anderen, auch mal Nein sagen, innovativ denken und handeln und über alldem menschlich bleiben."

Peter Greisler

Herbert Kirchgeßner: "Wir trainieren jeden Montag und Mittwoch"

Herbert Kirchgeßner, 1936 geboren, ist seit über 50 Jahren Mitglied im Mainzer Ruder-Verein. Der gelernte Schriftsetzer wurde vom damaligen Rudertrainer für diese Sportart begeistert.

Aufgrund seiner Verbundenheit zum Wasser, die ihm schon in die Wiege gelegt wurde, war der Erfolg beim Rudern vorprogrammiert. Auch wenn es in Herbert Kichgeßners Leben nicht mehr um das Erringen von Medaillen geht, so trifft er sich noch regelmäßig jeden Montag und Mittwoch mit einer Gruppe "Alt-Herren" zum Rudern. Als Schlagmann des "Alt-Herren-Achters" liegt viel Verantwortung bei ihm, denn er gibt den Takt an. Im Sommer wird bei jedem Wetter gerudert, im Winter schwitzen die Herren im Kraftraum des Mainzer Ruder-Vereins. Das Besondere am Rudersport ist für Herbert Kirchgeßner und seine Mannschaft nicht nur der Bezug zur Natur, sondern es sind auch die jährlichen Wanderfahrten auf deutschen und ausländischen Flüssen.

Herbert Kirchgeßner

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