Dienstag, 27. September 2016, 9:30 Uhr

Hochschule Mainz – University of Applied Sciences, Standort Holzstraße, Holzstraße 36, 55116 Mainz

Bei allen Workshops im Foresight-Prozess 2015 hat das Thema Bildung eine grundsätzliche Bedeutung gehabt. Dies wollen wir aufgreifen und widmen der Zukunft der Bildung einen eigenen Themenworkshop. Gemeinsam mit geladenen Experten aus dem Bildungsbereich, der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Politik diskutieren wir die Schwerpunkte „Kompetenzen der Zukunft“, „Lernen im Betrieb/Wissensmanagement“ und „Schule und Hochschule 2040“ und setzen den Foresight-Prozess fort. Die Ergebnisse des Workshops fließen in die Projektarbeit der ZIRP ein.

Die Panels im Detail:

Kompetenzen der Zukunft

Industrie 4.0 verändert Produktion und Geschäftsprozesse. Mensch, Maschine und Produkt kommunizieren entlang der Wertschöpfungskette in Echtzeit über das Internet, Assistenzsysteme werden verstärkt eingesetzt, die Kommunikation im Unternehmen und mit dem Kunden gewinnt eine neue Bedeutung. Die Digitalisierung verändert die Rolle des Beschäftigten und erfordert neue Qualifikationen. Das betrifft Methoden-, Führungs-, Personal- und Fachkompetenz gleichermaßen.

Das Panel geht den Fragen nach:

Welche neuen Anforderungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ergeben sich aus der Digitalisierung im Unternehmen? Welche neuen Schlüsselkompetenzen können daraus abgeleitet werden? Welche Berufsbilder verändern sich oder entstehen neu und welche Qualifikationen sind dafür seitens der Arbeitnehmer erforderlich?

Lernen im Betrieb/Wissensmanagement

Die Digitalisierung erfordert als Teil einer vorausschauenden Personal- und Unternehmenspolitik eine durchgängige Kompetenzentwicklung und eine individuelle Weiterbildung. Mitarbeiter müssen im Rahmen eines Changemanagements begleitet und die nötigen Fortbildungsmöglichkeiten bereitgestellt werden. Die Aus- und Weiterbildung kann sich dabei auf neue Formen des Lernens stützen: Digitale Bildungsangebote wie Mobile Learning, Blended Learning und weitere E-Learning-Tools können das Lernen begleiten und gestalten. Vorhandenes Wissen muss genutzt und im Unternehmen erhalten werden, auch mit neuen technologischen Möglichkeiten.

Das Panel geht den Fragen nach:

Wie kann eine individuelle und durchgängige Kompetenzentwicklung bzw. Weiterbildung erfolgen? Welche Methoden können Unternehmen dafür nutzen? Wie wird sich die betriebliche Aus- und Weiterbildung verändern? Wie können diese Entwicklungen von einer vorausschauenden Personalpolitik berücksichtigt werden? Was kann Wissensmanagement im Unternehmen leisten? Wie kann man es effizient gestalten und umsetzen?

Schule und Hochschule 2040

Die Bildungseinrichtungen werden sich weiterentwickeln, um auch künftig im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen zu können, um zeitgemäßem Lernen und neuen Anforderungen an Bildungsinhalte zu entsprechen. Dies betrifft die Bildungsinstitutionen wie auch das Lehrangebot und seine Vermittlung. Hochschulen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen der Freiheit von Lehre und Forschung und der gleichzeitigen Anforderung, gut qualifizierte Fachkräfte für den Arbeitsmarkt auszubilden.

Das Panel geht den Fragen nach:

Wie wird sich die Bildungslandschaft in Rheinland-Pfalz verändern? Wie werden Schulen und Hochschulen im Jahr 2040 aussehen? Welche Angebote müssen erhalten, welche geschaffen werden, damit rheinland-pfälzische Bildungseinrichtungen erstklassig bleiben und werden? Wie sehen die Rahmenbedingungen aus, um individuelle Bildungsprofile zu ermöglichen und deren einheitliche Zertifizierung zu gewährleisten? Wie gelingt eine zügige Anpassung von Qualifikationsprofilen an aktuelle Arbeitsmarkterfordernisse? Wie können Universitäten und Hochschulen bei der Gestaltung ihrer Studienangebote die stärkere Verflechtung von Bildungs- und Erwerbsphasen berücksichtigen?

Programm

  9.30 Uhr

Begrüßung

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Muth, Präsident der Hochschule Mainz

 

Grußwort

Prof. Dr. Salvatore Barbaro, Staatssekretär für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur

 

Einführung

Heike Arend, Geschäftsführerin der ZIRP

  10.00 Uhr

Impuls

Prof. Dr. Henning Pätzold, Prodekan des Fachbereichs I – Bildungswissenschaften   der Universität Koblenz-Landau (angefragt)

  10.30 Uhr

Drei parallel ablaufende Panels (mit Kaffeepause):

Panel 1: Kompetenzen der Zukunft

Themenpate: Dr. Thomas Paulus, Leiter Startup Industrie 4.0 KSB AG

Impulse: 
Volker Knauer, Geschäftsbereichsleiter Personal- und Ressourcenmanagement der
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland

Andreas Resch, Stv. Hauptgeschäftsführer der IHK Rheinhessen

Panel 2: Lernen im Betrieb/ Wissensmanagement

Themenpatin: Heidrun Schulz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland

Impulse:

Rita Petry, Leitung Geschäftsbereich „Berufsbildung“ der HWK der Pfalz

Prof. Siegfried Schreuder, Leiter des Kompetenzzentrums für Wissensmanagement an der Hochschule Koblenz

Panel 3: Schule und Hochschule 2040

Themenpatin: Katja Friedrich, Geschäftsführerin der medien+bildung.com gGmbH

Impulse:

Prof. Dr. Kai-Christian Bruhn, Direktor des Mainzer Zentrums für Digitalität   in den Geistes- und Kulturwissenschaften

Michael Härtel, Leiter des Arbeitsbereichs 3.2 „Digitale Medien, Fernlernen, Bildungspersonal“ am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

   12.15 Uhr

Moderierte Diskussion der drei Themenpaten

Moderation: Heike Arend

   13.00 Uhr

Schlusswort

im Anschluss Mittagessen und Möglichkeit zum Austausch

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