Die Gründung der ZIRP im Jahr 1992

Am 13. November 1992 wurde in der Staatskanzlei in Mainz der Trägerverein Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) ins Leben gerufen. Seiner Gründung ging der gemeinsame Aufruf von Rudolf Scharping, damaliger Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Vorstandsmitgliedern der größten Unternehmen des Landes sowie Vertretern aus der Kultur und den rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern voraus: Es sollte ein Verein gegründet werden, der in Rheinland-Pfalz die Diskussion über wichtige Zukunftsentwicklungen anstößt, Strukturwandel aktiv unterstützt und Menschen zusammenführt, denen die Entwicklung des Landes am Herzen liegt.

Die 16 Gründungsmitglieder

  • Dr. h. c. Klaus G. Adam, Landesbank Rheinland-Pfalz
  • Klaus Arp, Villa Musica e.V.
  • Rainer Brüderle, rheinland-pfälzischer Wirtschaftsminister
  • Othmar von Diemar
  • Dr. h. c. Helmut Fahlbusch, Schott Glas
  • Peter Greisler, Debeka Versicherungen
  • Dr. Peter Hanser-Strecker, Schott Musik International
  • Dr. Thomas Heil, Boehringer Ingelheim
  • Prof. Dr. Klaus Landfried, TU Kaiserslautern
  • Jürgen Olschewski, KD+M kompetenzcenter für Dienstleistungen und Management
  • Karl-Adolf Orth, Sparkassen- und Giroverband Rheinland-Pfalz
  • Michael Prinz zu Salm-Salm, Salm-Salm & Partner GmbH
  • Rudolf Scharping, rheinland-pfälzischer Ministerpräsident
  • Dr. Axel Th. Simon, Bitburger Braugruppe GmbH
  • Prof. Dr. Dieter Stolte, ZDF
  • Prof. Dr. Jürgen Strube, BASF AG

Highlights aus rund 25 Jahren ZIRP

2015: Foresight-Prozess

Über 900 Menschen beteiligen sich von September bis Dezember 2015 an unserem Foresight-Prozess . Mit Entscheidern, Strategen und Weiterdenkern aus Rheinland-Pfalz identifizieren wir Themen, die unser Leben und Arbeiten in Rheinland-Pfalz in der Zeit bis 2040 prägen werden. Sie sind auch die Basis für weitere Projekte der ZIRP.

2015: Publikation „Starke Wirtschaft – Starke Regionen“ erscheint

Die Abschlusspublikation zum gleichnamigen Projekt „Starke Wirtschaft – Starke Regionen. Gute Aussichten für das Land“ wird im November 2015 im Rahmen einer Pressekonferenz von der stellvertretenden Vorsitzenden, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, vorgestellt. Die Publikation bietet mit über 60 Beiträgen von Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft erstmals in diesem Umfang einen Blick auf den ländlichen Raum in Rheinland-Pfalz und dessen wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten.

2015: Vorstandswahl mit hochkarätigem Gast

Im September 2015 war Professor Stefan Hell, Chemie-Nobelpreisträger 2014, im Rahmen der Mitgliederversammlung zu Gast bei der ZIRP. Er schilderte seinen Weg von der Kindheit in Rumänien, die Schulzeit in Ludwigshafen, das Studium in Heidelberg, Forschungsarbeiten in Finnland bis zum Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen, wo er heute Direktor ist. Mit dem Nobelpreis wurde Stefan Hell für die Entwicklung hochauflösender Fluoreszenz-Mikroskopie ausgezeichnet. Es gelang ihm, die bisherige Auflösungsgrenze optischer Mikroskope radikal zu unterlaufen – ein Durchbruch, der neue wegweisende Erkenntnisse in der biologischen und medizinischen Forschung ermöglicht.

2015: Verleihung des Preises „Zukunft Unternehmen“

Im Mai 2015 wurde mit dem Preis „Zukunft Unternehmen“ ein neuer Preis ins Leben gerufen, den die ZIRP von nun an jährlich vergeben wird. Die ZIRP würdigt mit diesem Preis gemeinsam mit der Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung des Landes Rheinland-Pfalz herausragendes Engagement von Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit. Preisträger 2015 ist die Hevert-Arzneimittel GmbH & Co. KG mit Sitz in Nussbaum. Nachhaltigkeit machen wir konkret für Rheinland-Pfalz: Die ZIRP zeigt umfassend für die drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales, dass Nachhaltigkeit ein Standortvorteil ist.

2015: Zukunftsforum „rlp_vernetzt.“

Bei dem Kongress in der Coface Arena zeigte die ZIRP, welche Chancen die Digitalisierung für Rheinland-Pfalz als „Land der digitalen Möglichkeiten“ hat. Rund 270 Teilnehmer befassten sich mit den enormen Veränderungen, die die Digitalisierung für die Wirtschaft und Arbeit, für Gesundheitsversorgung und Mobilität, für die Bildung, für die Infrastruktur und den Modernen Staat hat. Keine andere Organisation in Rheinland-Pfalz widmet sich so umfassend den Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung wie die ZIRP.

2015: ZIRP legt Grundstein für „Virtuellen Dolmetscherpool

Im Zuge ihres Projektes „Willkommen in Rheinland-Pfalz – Leben und Arbeiten in Vielfalt“ führte die ZIRP im Herbst/Winter 2014/15 verschiedene Expertenworkshops durch. Durch die Vernetzung der Akteure entstand daraufhin das Projekt „Virtueller Dolmetscherpool“, das von der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz gefördert und gemeinsam von der Hochschule Karlsruhe und dem Arbeitsbereich Interkulturelle Kommunikation der JGU Mainz betrieben wird. Der Virtuelle Dolmetscherpool stellt allen Kommunen in Rheinland-Pfalz in den Monaten Juni bis Oktober 2015 per Telefon Dolmetscher für Gespräche mit arabisch- und teils kurdisch-sprechenden Kunden zur Verfügung.

November 2012: 20-jähriges Jubiläum der ZIRP

Zu ihrem 20-jährigen Bestehen lud die ZIRP am 10. November 2012 zu einer großen Festveranstaltung ins Staatstheater Mainz ein. Rund 200 Gäste, darunter zahlreiche aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder, einige Gründungsväter der ZIRP sowie Wegbegleiter und Freunde aus den vergangenen zwanzig Jahren konnte die ZIRP zu dieser Jubiläumsveranstaltung begrüßen.

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20-jähriges Jubiläum der ZIRP

August 2012: Antrittsbesuch von Bundespräsident Joachim Gauck

Auf der dritten Station des Antrittsbesuchs des Bundespräsidenten Joachim Gauck in Rheinland-Pfalz am 22. August 2012 standen ein gemeinsames Mittagessen mit den Vorstandsmitgliedern der ZIRP und eine Weinprobe im Weingut Wasem in Ingelheim auf dem Programm. ZIRP-Vorsitzende Margret Suckale hatte so die Gelegenheit, dem Bundespräsidenten die Initiative und ihre Projekte vorzustellen.

Bundespräsident Joachim Gauck mit den Vorstandsmitgliedern der ZIRP:
v. l. n. r.: Dr. Engelbert Günster (Boehringer Ingelheim), Dr. Michael Kassner (Siemens AG), Eveline Lemke (Wirtschaftsministerin), Ulrich Dexheimer (ISB), Brigitte Mannert (HWK), Margret Suckale (BASF SE und Vorsitzende der ZIRP), Joachim Gauck, Kurt Beck (damaliger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und stv. Vorsitzender der ZIRP), Christian Schad (Ev. Kirche der Pfalz), Prof. Dr. Michael Frenkel (WHU – Otto Beisheim School of Management), Prof. Dr. Roland Euler (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Beate Läsch-Weber (Sparkassenverband Rheinland-Pfalz), Stefan Zeidler (Rheinland-Pfalz Bank), Prof. Alexander Hülshoff (Villa Musica)

2011: Auszeichnung mit dem „Bewegungsmelder 2011 – Initiativen die bewegen“

Für ihr Projekt „Land der Möglichkeiten – Kunst-, Kultur- und Kreativwirtschaft (KKK) in Rheinland-Pfalz“ wurde die ZIRP 2011 mit dem Preis „Bewegungsmelder 2011 – Initiativen, die bewegen“ des Bundeswirtschaftsministeriums ausgezeichnet und damit einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. In diesem Projekt hat die ZIRP erstmals für Rheinland-Pfalz umfassend das Potenzial von „KKK“ für Rheinland-Pfalz verdeutlicht. Entscheidend für die Auswahl waren Kriterien wie Eigeninitiative, Netzwerkbildung, Öffentlichkeitsarbeit, privatwirtschaftlicher Fokus und Innovationskraft. Der Auszeichnung folgte eine Einladung der Geschäftsführerin Heike Arend und zuständigen Projektleiterin Simone Kluth in die Sendung „gut gelebt – Rheinland-Pfalz heute“ bei dem Mainzer Privatsender Gutenberg-TV.

September 2007: 15-jähriges Jubiläum der ZIRP

Am 4. September 2007 wurde in der Staatskanzlei in Mainz das 15-jährige Jubiläum der ZIRP gefeiert.

Gruppenfoto mit Gründungs- und Vorstandsmitgliedern anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der ZIRP:
hintere Reihe v. l. n. r. (Gründungsmitglieder): Rudolf Scharping (ehemals rheinland-pfälzischer Ministerpräsident), Dr. Axel Th. Simon (Bitburger Braugruppe), Prof. Dr. Jürgen Strube (BASF AG), Dr. h. c. Helmut Fahlbusch (Schott Glas), Jürgen Olschewski (KD+M kompetenz-center.de GmbH), Prof. Dr. Klaus Landfried (TU Kaiserslautern), Dr. h. c. Klaus G. Adam (Landesbank Rheinland-Pfalz)
vordere Reihe v. l. n. r. (Vorstandsmitglieder): Dr. Peter Hanser-Strecker (Schott Musik International GmbH & Co. KG), Klaus Arp (Villa Musica), Kurt Beck (damals Ministerpräsident und stv. Vorsitzender der ZIRP), Prof. Dr. Marbod Muff (damals Vorsitzender der ZIRP)

März 2007: Verleihung des Zukunftsradar-Preises durch Bundespräsident Horst Köhler

Zukunftsradar 2030

Im Rahmen des Zukunftsradars 2030 hat die ZIRP 2006 zum zweiten Mal den mit 10.000 Euro dotierten Zukunftsradar-Preis (2005-2010) ausgeschrieben. Bewerben konnten sich Kinder und Jugendliche, die sich in der Schule oder in der Freizeit in den Bereichen Kultur, Umwelt, Sport, Soziales oder Politik besonders engagieren. Zur Verleihung des Preises 2007 konnte als Schirmherr der damalige Bundespräsident Horst Köhler gewonnen werden, der die Bedeutung der ZIRP und des Zukunftsradars besonders würdigte.

2005: ZIRP legt Grundstein für Elektrofahrzeuge bei Boehringer Ingelheim

2005 rief die ZIRP den Arbeitskreis Logistik ins Leben. Durch die Vernetzung der teilnehmenden Experten entstand eine Kooperation zwischen der Hochschule Kaiserslautern, Standort Zweibrücken, und Boehringer Ingelheim, die unter anderem Praktika für Studierende und die Möglichkeit für Abschlussarbeiten im Unternehmen hervorbrachte. Aus der neuen Kooperation, vor allem im Bereich Elektromobilität, entstand bald ein weiteres Projekt: Ein Elektromobil für das Werksgelände von Boehringer Ingelheim wurde entwickelt und zügig umgesetzt.

2002: Start des Leitprojekts Zukunftsradar 2030

Seit 2002 bildet das Leitprojekt Zukunftsradar 2030 die Dachmarke der ZIRP-Projektarbeit. Zunächst widmete sich die ZIRP innerhalb des Zukunftsradars den Herausforderungen des Demographischen Wandels in Rheinland-Pfalz. Weitere Schwerpunktthemen waren: Jugend gestaltet Zukunft, Energie, Produktbegleitende Dienstleistungen, Infra- und Clusterstrukturen in Rheinland-Pfalz, Wirtschaft im ländlichen Raum sowie aktuell Technologien der Zukunft und Nachhaltigkeit.

2002/2003: Foresight-Prozess

In den Jahren 2002 und 2003 führte die ZIRP einen breit angelegten Foresight-Prozess zum Thema „Demographischer Wandel“ durch. Über hundert Experten und interessierte Bürger erarbeiteten mit Hilfe kreativer Methoden Zukunftsszenarien und -strategien für das Jahr 2030, aus denen schließlich konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet wurden. Die Publikationsreihe stellt bis heute ein wichtiges Grundlagenwerk zum Thema dar.

2001: Entwicklung des Executive-MBA Studiengangs an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Der Executive MBA-Studiengang ging aus Gesprächen von Vertretern des Fachbereichs Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (vertreten durch Univ.-Prof. Dr. Volker Hentschel) und Unternehmensvorständen hervor. Die ZIRP übernahm die ideelle Patenschaft. Nach etwa einjähriger Vorbereitungszeit, in der das Programm konzeptionell gestaltet wurde, Dozenten geworben, eine Kooperationsvereinbarung mit der McCombsSchool of Business der University of Texas at Austin geschlossen wurde, konnte der Studiengang akkreditiert werden. Im Herbst 2001 nahm der erste Jahrgang mit 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das Studium auf. Leiter des Studiengangs war Univ.-Prof. Dr. Volker Hentschel.

Mai 1999: ZIRP vergibt erstmals Erik Reger-Preis

Am 11. Mai 1999 vergibt die ZIRP im Festsaal der Staatskanzlei des Landes Rheinland-Pfalz erstmals den Erik Reger-Preis. Die ZIRP zeichnete mit diesem Literaturpreis herausragende literarische oder journalistische Darstellungen des Menschen in der modernen Arbeits- und Lebenswelt aus. Zum ersten Preisträger kürte die Jury 1999 den Schriftsteller und Unternehmer Ernst-Wilhelm Händler. Der 1953 geborene Autor hat sich in seinen Erzählungen und Romanen kenntnisreich mit der modernen Arbeitswelt und den Schwierigkeiten der Vermittlung beruflicher und privater Existenz auseinandergesetzt. Der Erik Reger-Preis wurde das letzte Mal im Jahr 2008 vergeben.

1999: Fertigstellung des „Erfinderarchivs Rheinland-Pfalz“

In Fortführung der Wanderausstellung „Erfinderland Rheinland-Pfalz“ initiierte die ZIRP das „Archiv für historische Innovationen aus Rheinland-Pfalz“, in dem 200 Erfindungen aus Rheinland-Pfalz, 25 Firmengeschichten und 30 Erfinderbiographien verzeichnet sind. Damit verdeutlichte die ZIRP die großen technischen Fortschritte der Vergangenheit. Diese Sammlung steht Fachleuten noch heute zur Verfügung.

1997: ZIRP-Musikstipendium wird ins Leben gerufen

Seit 1997 unterstützt die ZIRP mit einem Musikstipendium begabte Nachwuchsmusikerinnen und Nachwuchsmusiker aus Rheinland-Pfalz in ihrem Werdegang. Ein Gremium der Landesstiftung Villa Musica unter Leitung von Professor Alexander Hülshoff schreibt pro Jahr zwei Stipendien für junge Solomusiker oder Ensembles aus. Die ZIRP unterstützt ihre Stipendiatinnen und Stipendiaten ein Jahr lang finanziell. Darüber hinaus sammeln die Nachwuchsmusiker wichtige Konzerterfahrungen bei landesweiten Auftritten im Rahmen der ZIRP-Veranstaltungen, stellen sich im Frühjahrskonzert einem großen Publikum vor und können bei Veranstaltungen der ZIRP-Mitgliedsunternehmen wichtige Kontakte knüpfen. Der große Erfolg des Stipendiums zeigt sich auch in seinem 20-jährigen Bestehen im Jahr 2017.

1998: Wanderausstellung „Erfinderland Rheinland-Pfalz“ startet

Die Liste der Erfindungen aus Rheinland-Pfalz ist lang und wächst weiter. Das Land kann stolz auf seine Innovationsgeschichte sein. Die ZIRP hat daher 1998 die Wanderausstellung „Erfinderland Rheinland-Pfalz“ mit zugehöriger Internetpräsenz konzipiert. Nachdem die historischen Exponate im Jahr 2000 auf der EXPO in Hannover zum ersten Mal zu sehen waren, wurden sie 2001 in ganz Rheinland-Pfalz ausgestellt. Im Frühjahr 2002 wurde die Sammlung um eine Fotoausstellung zu aktuellen Innovationen ergänzt.

1993/1994/1996: Himmlische Standortwerbung für Rheinland-Pfalz

In den Jahren 1993, 1994 und 1996 führte die ZIRP gemeinsam mit der Deutschen Lufthansa eine Informationskampagne über Rheinland-Pfalz durch. Im Rahmen der Kampagne wurde auf Flügen mit einem Video sowie im Bordbuch und im Expressmagazin für Rheinland-Pfalz geworben. Die ZIRP kooperierte zudem mit der Deutschen Bahn, die in Zügen Spezialitäten und Wein aus Rheinland-Pfalz servierte. Durch diese Kampagnen verhalf die ZIRP dem Tourismusziel Rheinland-Pfalz sowie seiner Wein- und Genusskultur zu mehr Aufmerksamkeit.

1992: Gründung der ZIRP

Gründung des Trägervereins Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. in der Mainzer Staatskanzlei am 13. November 1992.